Klappentexte, die verkaufen: In wenigen Sekunden überzeugt

Hast du schon mal ein Buch in die Hand genommen, den Klappentext gelesen und gedacht: „Das muss ich haben?“ – dann hast du einen richtig guten Klappentext gelesen.

Der Klappentext eines Buchs ist der Kuppler, der das Buch und die Leser zusammenbringt.

Was aber macht einen Klappentext so verdammt unwiderstehlich, dass wir gar nicht anders können, als das Buch zu kaufen?

Das schauen wir uns in diesem Blogartikel an.

Klappentexte, die verkaufen: In wenigen Sekunden überzeugt

Der Klappentext: Warum er unwiderstehlich sein muss

Wenn wir in Buchhandlungen und online nach Büchern stöbern, erfassen unsere Augen oft hunderte Bücher.

Was lässt uns anhalten und zu einem Buch greifen?
Es sind der Titel und das Cover.

Doch was lässt uns darüber entscheiden, ob wir ein Buch kaufen oder nicht?
Richtig, der Klappentext.

Er ist das Erste, was wir vom Inhalt des Buchs erfahren.

Der Klappentext muss also nicht nur informativ, sondern auch verdammt verführerisch sein.
Er muss anlocken, neugierig machen und uns das Gefühl geben, dass wir das Buch unbedingt lesen wollen.

Du siehst also: Klappentexte müssen sitzen. Lass uns einen Blick darauf werfen, wie wir Klappentexte zu Verkaufstalenten formulieren. Denn um aus einem ordentlichen Klappentext solch einen zu machen, der ein Buch verkauft, müssen wir ein paar Regeln beachten:

Das muss in deinem Klappentext unbedingt stehen

Ja, wie sieht eigentlich ein guter Klappentext aus? Welche Inhalte gehören rein?

Bevor du einen Klappentext schreibst, musst du wissen, was in deinem Klappentext unbedingt stehen muss:

  • Infos zum Buchinhalt: Na klar, ohne den geht es nicht. Worum geht’s in deinem Buch? Erkläre dem potenziellen Leser kurz und knackig, was ihn erwartet. Dafür gibt es ein paar Regeln, die ich dir im Laufe des Artikels noch verrate. Keywords nicht vergessen! (– auch dazu kommen wir gleich noch.)
  • Autoreninfos: Auch Infos zu dir als Autor gehören dazu: Wer bist du, was befähigt dich, dieses Buch zu schreiben?
    Wichtig: Halte dich kurz. Hier geht’s nur um ein, zwei Sätze, um Vertrauen beim potenziellen Käufer aufzubauen.
  • Eine Rezension oder ein Testimonial einer bekannten Stimme oder Quelle. Falls du darauf (noch) nicht zurückgreifen kannst, geht auch ein Zitat aus dem Buch.

Der erste Satz muss sitzen

Der erste Satz des Klappentextes ist wie der erste Eindruck beim Vorstellungsgespräch: wenn der daneben geht, wird’s schwer.
Eine zweite Chance gibt’s in der Regel nicht.

Also mach den ersten Satz unvergesslich!

Starte mit dem großen Paukenschlag.
Mach mit einer Frage neugierig.
Hau einen Satz raus, der so sehr triggert, dass man weiterlesen muss.

Pack den Leser bei den Emotionen

Was ist es, das Bücher so besonders macht?
Sie wecken Emotionen in Form von Lachen, Angst, Inspiration, Trost, Dankbarkeit, Hoffnung, Lösungen, Zuversicht.

Und das ist das Ziel des Klappentextes: die Emotionen der Leser ansprechen. Denn keiner kauft ein Buch, wenn es ihm nicht irgendwas bringt. Sei es Unterhaltung, Informationen oder eine Lösung.

Du verkaufst nicht nur ein Buch.
Du verkaufst eine Erfahrung, ein Abenteuer, eine Reise, eine Problemlösung.

Zeig den Kundennutzen

Mach deinen Lesern im Klappentext klar, was sie erwartet und was sie sich von deinem Buch erhoffen können.

Heißt im Klartext: Zeig deinen Lesern, welches ihrer Probleme du lösen wirst.
Zeig, welchen Mehrwert es bietet oder welche Informationen es beinhaltet.

Was auch immer dein Buch zu bieten hat, mach es deutlich. Und zwar so konkret wie möglich.

„Dieses Buch macht dich gesünder“ genügt nicht allen Lesern.
Aber „Finde heraus, wie du mit drei einfachen Schritten gesünder und länger lebst“ packt mehr Leser: Wer will nicht gerne mit nur drei einfachen Schritten gesünder und länger leben?

Sei konkret und versprich das, was dein Buch halten wird.

Den Klappentext meistern: die Praxis

Jetzt, wo die Grundlagen klar sind, lass uns das Ganze auf die nächste Stufe heben: Wie sieht das Ganze in der Praxis aus?
Wir wollen einen Klappentext, der so richtig einschlägt.

Also lass uns über das reden, was einen richtig geilen Klappentext in der Praxis ausmacht:

Fragen, die dein Klappentext beantworten muss

Der Klappentext muss folgende Fragen beantworten:

  • Was? (Inhalt)
  • Warum? (Antrieb)
  • Für wen? (Zielgruppe)
  • Was erwartet den Leser? (Nutzen)

Sei spezifisch, ehrlich und vor allem: einzigartig.

Dein Buch ist es etwas Besonderes? Dann zeig das!

Lesbarkeit

Nutze für deinen Klappentext Elemente, die die Lesbarkeit erhöhen und potenzielle Käufer dazu einladen, sich den Text durchzulesen.

Textwände mag keiner.
Sorge also mit Elementen wie Absätze, einem angemessenen Zeilenabstand, einem guten Kontrast zwischen Text und Hintergrund und Auflistungen dafür, dass dein Text leicht lesbar ist.

Es ist schade, wenn ein gutes Buch an der Lesbarkeit eines Klappentextes scheitert. 

Spannung erzeugen

Erzeuge Spannung! – Und zwar ohne zu viel zu verraten.
Das ist eine Kunst für sich und bedarf unter Umständen etwas Übung.

Die Aufgabe ist, genug preiszugeben, um die Neugier zu wecken, aber die wichtigsten Inhalte („Geheimnisse“) zu verbergen. Denn wenn du gleich alle wichtigen Infos im Klappentext offenbarst, gibt es für deinen Leser

a) keinen Grund mehr, dein Buch zu kaufen und
b) eine Enttäuschung beim Lesen, weil das Buch keine neuen life-changing Inhalte mehr bieten kann, die du nicht schon kostenlos im Klappentext geliefert hast.

Es ist dein oberstes Ziel, Fragen aufzuwerfen, deren Antworten der Leser unbedingt wissen will.

Hier kannst du ruhig etwas mit Worten spielen und dich ausprobieren, bis du zufrieden mit dem Ergebnis bist.

Tipp:
Frage Menschen, die viel lesen, um ihre Meinung zu deinem Klappentext.
– Ist er interessant und spannend geschrieben?
– Macht er Lust auf mehr?
– Was erwarten deine Test-Leser vom Buch, nachdem sie den Klappentext gelesen haben?

SEO-Optimierung für deinen Klappentext

Heute sind wir im digitalen Zeitalter angekommen und da begegnen uns die Klappentexte überall online: auf Amazon, in Shop-Beschreibungen, auf den Webseiten der Verlage.

In der digitalen Welt gelten andere Regeln als in der analogen Welt des Buchhandels. Bei Amazon & Co. muss dein Klappentext nicht nur fesseln, sondern auch im Internet auffindbar sein, wenn deine Zielgruppe danach sucht.

Auch du willst, dass dein Buch von deiner Zielgruppe gefunden wird. – Das gelingt dir aber nur, wenn du sie so optimierst, dass sie auch gefunden werden können.

Keywords („Schlüsselwörter“) sind dabei keine Möglichkeit, sondern absolut essenziell. Sie stehen für einen Suchbegriff, nach denen deine Zielgruppe sucht.

Mit den richtigen Keywords stellst du sicher, dass deine Zielgruppe dein Buch findet. Und zwar, indem du diese Keywords in deinem Klappentext verwendest.

Beispiele für Keywords:

  • „App programmieren lernen“
  • „Gesund leben“
  • „Kindererziehung“

Heißt konkret: Der Klappentext sollte diejenigen Suchbegriffe beinhalten, nach denen deine Zielgruppe sucht.

Aber vergiss neben all der Optimiererei nicht: Am Ende lesen und kaufen Menschen deine Texte und kein Algorithmus. Finde die Balance zwischen Lesbarkeit und Keyword-Optimierung. 

Die richtige Perspektive

Es macht einen riesigen Unterschied, ob du den Klappentext aus der Ich-Perspektive, der zweiten oder der dritten Person schreibst.

Überlege:

  • Was passt am besten zu deinem Buch?
  • Und was passt am besten zu dir als Autor und deinem Schreibstil?
  • Wie kannst du eine Verbindung zu deinem Leser herstellen?

Die Ansprache in der dritten Person gilt als „seriös“, wohingegen das persönliche „Du“ eine Verbindung zum Leser herstellt.

Übrigens, wenn du Romanautor bist und dich näher mit Erzählperspektiven beschäftigen möchtest, dann lies dir hier den Artikel „Buch schreiben: Ein Leitfaden für Autoren“ durch.

Deine Vita und dein Foto

Auf dem Klappentext ist mit Vita nicht deine vollständige Biografie gemeint. Es geht hier nur um ein paar kurze, aussagekräftige Informationen über dich.

Die Leser wollen wissen, wer das Buch schreibt und was dich dazu befähigt. Es geht um Vertrauen. Und das solltest du mit zwei, drei Sätzen hinbekommen.

Verweise auf deine bisherigen Erfolge, Strategien oder bereits veröffentlichte Publikationen.

Das Autorenfoto muss unbedingt professionell sein.
Achte darauf, dass du beim Fotografen alle Nutzungsrechte erwirbst. So kannst du es nutzen, um es in deinem Buch zu veröffentlichen, auf sozialen Netzwerken zu teilen oder auf deiner Webseite und in deinem Buch zu nutzen.

Lass den Text ruhen

Wichtig: bei der Arbeit an deinem Klappentext wirst du „textblind“. Du kannst an irgendeinem Punkt nicht mehr frisch und objektiv beurteilen, ob der Text gut oder schlecht ist.

Deshalb: Lass ihn liegen. Mindestens ein paar Tage. Wenn du Zeit hast, lass ihn besser ein oder zwei Wochen liegen. Dann hast du ausreichend Abstand.

Schau dann erneut mit einem frischen Blick drauf:
– Ist alles verständlich geschrieben?
– Macht der Text Bock auf mehr?
– Ist er gut lesbar?

Wenn du kannst, bitte Außenstehende um ihre Meinung. Achte aber darauf, dass es sich dabei um Menschen handelt, die einen Klappentext auch wirklich beurteilen können. 

Buch-Rezensionen

Noch ein Wort zu Rezensionen. (Denn nichts überzeugt mehr als das Lob anderer Leser.)

Hast du positive Rezensionen, Auszeichnungen oder Empfehlungen? – Zeig sie her!

Das baut Vertrauen auf und macht neugierig.

Aber bleibt über all den Lobeshymnen ehrlich und authentisch.

Ein Klappentext, der zu viel verspricht, übertreibt, unwahr ist oder nicht zum Buch passt, enttäuscht deine Leser und ist übrigens ein Grund für eine negative Bewertung.

Achte also besonders darauf, dass dein Buch hält, was dein Klappentext verspricht.

Tipp:
Wenn du noch keine Rezensionen oder Bewertungen hast, kannst du auch Zitate von berühmten Persönlichkeiten verwenden – oder einfach ein gutes, aussagekräftiges Zitat aus deinem Buch.
Menschen lieben Zitate; und auch wenn es sich nicht auf dein Buch bezieht, baut ein Zitat einer relevanten Person Vertrauen auf.
Es ist wichtig, dass das Zitat einen Bezug zu deinem Buchinhalt hat und Mehrwert bietet. 

Lerne von den Besten

Das gilt auch für den Klappentext!

Schau dir an, was erfolgreiche Autoren machen oder wie die großen Verlage das Thema „Klappentexte“ lösen.

  • Wie bauen sie Spannung auf?
  • Wie sprechen sie ihre Zielgruppe an?
  • Was kannst du von ihnen lernen?

Aber aufgepasst: Inspiration ist gut, kopieren ein No-Go.
Dein Klappentext muss deine Stimme und dein Buch widerspiegeln. 

So machen es die Erfolgreichen – Beispiele für gute Klappentexte

Peter Wohlleben: „Das geheime Leben der Bäume” (Sachbuch)

Ein neuer Blick auf alte Freunde

Im Wald geschehen die erstaunlichsten Dinge: Bäume kommunizieren miteinander. Sie umsorgen nicht nur liebevoll ihren Nachwuchs, sondern pflegen auch alte und kranke Nachbarn. Bäume haben Empfindungen, Gefühle, ein Gedächtnis. Unglaublich? Aber wahr!

Der Förster Peter Wohlleben bringt Licht ins Dickicht der Wälder und gewährt überraschende Einblicke in ein geheimnisvolles Universum: In faszinierende Geschichten über die ungeahnten Fähigkeiten der Bäume berücksichtigt er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso wie seine eigenen Erfahrungen.

Eine Liebeserklärung an den Wald.

Yuval Noah Harari: „Eine kurze Geschichte der Menschheit” (Sachbuch)

Krone der Schöpfung oder Schrecken des Ökosystems?

Wie haben wir, Homo sapiens, es geschafft, den Kampf der sechs menschlichen Spezies ums Überleben für uns zu entscheiden? Warum ließen unsere Vorfahren, die einst Jäger und Sammler waren, sich nieder, betrieben Ackerbau und gründeten Städte und Königreiche? Warum begannen wir, an Götter zu glauben, an Nationen, an Menschenrechte? Warum setzen wir Vertrauen in Geld, Bücher und Gesetze und unterwerfen uns der Bürokratie, Zeitplänen und dem Konsum? Und hat uns all dies im Laufe der Jahrtausende glücklicher gemacht?

Yuval Noah Harari entwirft mit seinem international gefeierten Bestseller das große Panorama unserer eigenen Geschichte – und stellt die Frage, wohin wir von hier aus gehen wollen.

„Yuval Noah Harari schreibt präzise, klug – und vor allem so, dass man gar nicht aufhören will zu lesen. Dieses Buch lässt Hirne wachsen.” Zeit Wissen

„Kenntnisreich und witzig erzählt.“ Focus

Bronnie Ware: „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen” (Ratgeber)

Was ZÄHLT am Ende WIRKLICH?

Auf dem Sterbebett fällt vielen Menschen auf, was sie in ihrem Leben gerne anders gemacht hätten. Die meisten von ihnen bedauern, dass sie nicht den Mut hatten, ihre eigenen Wünsche zu verwirklichen, dass sie zu viel gearbeitet und zu wenig Zeit für Freunde und Familie hatten.

Bronnie Ware, die mehrere Jahre Sterbende betreut hat, erzählt ergreifend schöne Geschichten von Menschen, die auf ihr Leben zurückblicken. Sie machen uns Mut, auf die innere Stimme zu hören, individuelle Wege zu gehen und das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Dale Carnegie: „Wie man Freunde gewinnt” (Ratgeber)

Wie man Freunde gewinnt ist eines der erfolgreichsten Motivationsbücher aller Zeiten.

Millionen von Menschen weltweit hat Dale Carnegie mit seinem lebhaft und anschaulich geschriebenen Buch geholfen, erfolgreich im Umgang mit Menschen im privaten und geschäftlichen Bereich zu werden. Es ist der erste Ratgeber seiner Art und der Einzige, den Sie brauchen, um schneller und leichter Freunde zu gewinnen.

Dale Carnegie hat mit diesem Ratgeber ein bewährtes und immer noch hochaktuelles Werkzeug geschaffen, mit dem man

  • die Sympathie seiner Mitmenschen gewinnt
  • seine Beliebtheit und sein Ansehen steigert
  • ein guter Redner und besserer Gesellschafter wird
  • andere von sich überzeugt und mitreißt

Fehler, die du im Klappentext vermeiden solltest

Du siehst: Es gibt einiges zu beachten für den perfekten Klappentext.
Aber: Es gibt auch einiges, dass du vermeiden solltest: 

Superlative und Vergleiche

Verwende nicht zu viele Superlative und Vergleiche. Es ist verlockend, dein Buch als das beste, größte und spannendste Buch des Jahres zu beschreiben.

Aber Vorsicht, denn zu viele Superlative sind unglaubwürdig und unseriös.

Anstatt zu behaupten, dass dein Buch das beste Buch des Jahres ist, solltest du erklären, warum es so gut ist.

Deine Rolle als Autor im Klappentext

Dein Foto und deine Vita sind Elemente, die Vertrauen aufbauen und deine Glaubwürdigkeit stärken. Doch im Klappentext kann zu viel davon den Inhalt überladen oder vom Wesentlichen ablenken. Halte dich deshalb kurz und fokussiere dich im Klappentext auf den Inhalt des Buchs.

Das Verhältnis zwischen Klappentext und Buchinhalt

Dein Klappentext muss zwingend zum Inhalt deines Buchs passen.
Verspricht er zu viel, übertreibt, ist unwahr oder passt inhaltlich nicht zum Buch, enttäuschst du deine Leser.

Achte besonders darauf, dass dein Buch hält, was dein Klappentext verspricht, denn unzufriedene Leser werden dir eher eine negative Rezension geben als zufriedene Leser.

Fazit: Der Klappentext als Verkäufer für dein Buch

Ein guter Klappentext ist mehr als nur eine Zusammenfassung deines Buchs. Er ist Marketinginstrument und Verkäufer.

Mit den richtigen Worten und der richtigen Strategie weckst du Interesse und Emotionen, überzeugst deinen Leser und am Ende auch die Suchmaschinen von deinem Buch.

Denk immer dran: Der Klappentext ist in aller Regel die erste und einzige Chance, mit deinen potenziellen Lesern zu kommunizieren, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen oder dein Buch aufschlagen.

Also nutze diese Chance.

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