Sachbuch schreiben: 10 Schritte von der Planung bis zur Vermarktung

Ein Sachbuch zu schreiben ist kein Hexenwerk, sondern ein Handwerk. Wenn du weißt, wie’s geht – und mit dem passenden Werkzeug an der Hand – rockst du das Ding. Garantiert.

Und genau das nehmen wir uns in diesem Beitrag vor: Wie du die Sache mit dem Sachbuch schaffst. Und zwar von der Idee über das Manuskript bis zur Veröffentlichung. Ich zeige dir, wie du dein Sachbuch planst, schreibst und vermarktest.

Lass uns loslegen:

Sachbuch schreiben: 10 Schritte von der Planung bis zur Vermarktung

Sachbuch schreiben: aber nicht ohne Plan!

Bevor es ans eigentliche Schreiben geht, brauchst du einen Plan.
Und zwar einen, bei dem du grundsätzliche Fragen klärst:

  • Warum?
  • Was?
  • Für wen?

Übrigens: Den Unterschied zwischen einem Sachbuch, einem Fachbuch und einem Ratgeber erkläre ich dir in diesem Artikel: Einfach klicken.

Schritt 1: Kläre dein Warum – Warum willst du ein Sachbuch schreiben?

Dein Warum: Kennst du das?
Warum ein starkes Warum so wichtig ist?

Ganz einfach: Ein starkes Warum treibt dich an. Es ist der Brennstoff für deine Motivation.
Auch dann, wenn’s schwierig wird.

Ein starkes Warum könnte sein:

  • Du willst dein Wissen teilen,
  • Einfluss auf Branchen, Menschen, Geschehnisse nehmen,
  • dein Business vorantreiben,
  • dich als Experte auf deinem Gebiet positionieren oder
  • einfach mal Klartext reden und deine Meinung kundtun.

Dein Warum im Vorfeld zu klären, macht die spätere Buchvermarktung und Präsentation um einiges einfacher.
Denn nur wenn du dich selbst, dein Warum und deine Zielgruppe gut kennst, kannst du dein Buch punktgenau auf dem Markt positionieren.
Doch dazu gleich mehr.

Schritt 2: Kläre weitere Fragen für dein Sachbuch

Okay, du kennst dein Warum.
Jetzt zum Konzept deines Sachbuchs.
Ein gutes Konzept ist deine Grundlage, auf der dein ganzes Projekt steht.
Stell dir als Nächstes folgende Fragen:

  1. Zielgruppe: Wer sind deine Leser? Für wen schreibst du?
  2. Nutzen: Welchen Nutzen haben deine Leser von deinem Buch? Welche Probleme löst du? Welchen Mehrwert bietest du? Welche Informationen wirst du vermitteln?
  3. Alleinstellungsmerkmal/USP: Was macht dein Buch so besonders und was wird es von anderen Büchern, die bereits auf dem Markt sind, unterscheiden?

Ein Sachbuch beginnt immer mit einer Vision.
Und Mut, den ersten Schritt zu wagen.

  • Finde dein starkes Warum: Warum willst du dieses Sachbuch schreiben?
  • Beantworte die obigen Fragen: Für wen? Weshalb? Und was macht dein Sachbuch lesenswert?

Dann wird der nächste Schritt vielleicht kein Kinderspiel. – Aber leichter.

Schritt 3: Grenze das Thema deines Sachbuchs ein

Das Buchkonzept steht, dein Warum ist klar – jetzt wird’s konkret.

Als Nächstes geht’s um Inhalte.
Und dieser Schritt ist entscheidend, denn er legt den berühmten roten Faden für dein Buch fest.
Der Faden, dem du folgst.
Komme, was wolle.

Grenze dein Thema ein.
Such dir eine Nische.

Wichtig: Das, was du schreibst, muss für deine Zielgruppe relevant und ansprechend sein.
Zwingend.
Sonst kannst du dir die Arbeit sparen.

Frag dich: Geben deine Inhalte Antworten auf die Fragen deiner Zielgruppe?

(Und das kannst du nur beantworten, wenn du deine Zielgruppe gut kennst – also kenne sie gut! – Oder mach dir die Mühe und lerne sie kennen.)

Schritt 4: Recherche für dein Sachbuch

Zerpflücke dein Thema gründlich: Schau dir den Markt an, stöbere in Büchern, die es zu deinem Thema bereits gibt.
Finde heraus, was bisher nicht gesagt wurde.
Oder finde einen neuen, besseren Weg, bekannte Inhalte aufzubereiten. – Einen, der geiler ist als der anderen Autoren.

Dein Ziel?
Eine Nische zu finden, die dein Buch perfekt ausfüllen kann.

Die Recherche endet nicht beim Thema, sondern bezieht deine Ziel-Leserschaft mit ein. Versteh deine Zielgruppe bis ins Detail: Welche Bedürfnisse haben deine künftigen Leser?

  • Wer genau sind deine Leser? Sind es Fachleute aus einem bestimmten Bereich? Oder Menschen, die sich persönlich weiterentwickeln möchten? Oder Bildungseinrichtungen?
  • Was fesselt deine Leser? Was benötigen sie wirklich?

Denk dran: Dein Buch ist die Brücke, die dein Wissen und deine Leidenschaft direkt in die Hände deiner Leser legt.
Das gelingt nur mit den richtigen Inhalten und den passenden Worten.

Schritt 5: Die Gliederung: Strukturiere die Inhalte deines Sachbuchs

Bevor du die erste Zeile schreibst, mach einen Plan.
Und zwar mit einer detaillierten Gliederung. (Behalte dabei die Ergebnisse deiner Recherche im Blick und prüfe, ob deine Gliederung deinem roten Faden folgt.)

Versteh mich nicht falsch, diese Gliederung ist nicht in Stein gemeißelt und du musst dich auch nicht zwingend daran halten.
Im Gegenteil: Beim Schreiben verändert sich vieles – du passt die Reihenfolge an, kürzt oder fügst hinzu.
Das ist der natürliche Fluss des Schreibens.
Und gewollt.

Trotzdem: Ohne diese Gliederung und ohne den roten Faden kannst du dich leicht in so einem großen Projekt verlieren.

Eine durchdachte Gliederung hilft nicht nur dir beim Schreiben, sondern auch deinen Lesern, die Informationen leichter zu verarbeiten und deinen Inhalten zu folgen.

Schreib dein Sachbuch

Jetzt geht’s in die Praxis. Lass uns einen Blick auf den Schreibprozess für dein Sachbuch werfen. Der Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Manuskript ist beides: aufregend und herausfordernd.

Aber auch leichter, als du jetzt denkst.
(Vorausgesetzt, du hast dich Schritt 1 bis 5 gehalten.)

Schritt 6: Sachbuch schreiben. Und zwar Quick & Dirty.

Der stärkste Ratschlag?
Ganz klar der hier: Fang einfach an.

Loslegen, raus mit den Gedanken.
Ungeschliffen und roh – das ist der „Brain Dump“.

Heißt so viel wie: Dein Kopf auf dem Papier.
Du schreibst einfach.
Und zwar alles, was dir einfällt.
Grübelst nicht über Perfektion.
Schon gar nicht über Rechtschreibung oder Grammatik.
Dir fällt beim Schreiben ein Fehler auf?
Ignoriere ihn! – Er zieht dich sonst nur aus deinem Schreib-Flow, und genau das wollen wir schließlich vermeiden.

Was du da kreierst?
Einen echten Rohdiamanten, bereit zum Schleifen.

Du hast nach dem Schreibprozess alle Zeit der Welt, um deinen Text zu perfektionieren.
Vorausgesetzt, du gibst dir so viel Zeit.

Also nochmal: Fang einfach an und schreib dein Sachbuch.

Übrigens: Klicke hier für mehr Tipps zum Thema „Buch schreiben: Ein Leitfaden für Autoren“.

Schreiben, das ist eine ausgewogene Mischung zwischen Planung und Kreativität. Verbinde beides, und du erschaffst etwas, das echten Mehrwert für deine Leser hat.

Schritt 7: Die Überarbeitung

Wenn du deine Rohfassung in den Händen hältst, kommt die Überarbeitung.
Aber erst, nachdem du deinem Text Ruhe gegönnt hast.
Ja, du hast richtig gehört.
Die Auszeit muss sein, am besten ein paar Wochen.
Tief im Thema bist du nämlich blind für deinen Text geworden.
Distanz ist jetzt dein neuer bester Freund.

Warum überarbeiten?

Weil das Überarbeiten das Herzstück deines Buchprojektes ist. Hier schließt du die Lücken, checkst Logik und den roten Faden.
Korrekturen bei Rechtschreibung, Grammatik und Stil sind unverzichtbar.

Denk dran: Es ist okay, nicht perfekt zu sein.
Viele Autoren überarbeiten ihre Werke mehrfach, bevor sie sie überhaupt einem Verlag vorlegen.
Auch die großen, bekannten Autoren.
Du willst einen Namen?
Sollst du haben: Ernest Hemingway.
Bekannt dafür, dass er seine Bücher mehrfach überarbeitete.
Manche Textpassagen bis zu dreißig Mal.
Beruhigt?
Gut.
Überarbeiten ist keine Schande, sondern gewollt.
Denn bei diesem Schritt entstehen Meisterwerke.

Also überarbeite.

Das Feedback:

Externe Meinungen einholen?
Unbedingt!

Nach dem ersten Überarbeitungs-Marathon holst du dir Feedback.

Lass dein Manuskript von Kollegen, Viellesern oder Zielgruppen-Vertretern zerlegen.
Oder gleich vom Lektor.

Objektivität ist das A und O.

Und dann heul nicht, wenn du Kritik bekommst, sondern feiere.
Die bleibt dir nämlich später in den Buchrezensionen erspart, weil du sie im nächsten Schritt schon berücksichtigen kannst: beim Feinschliff.

Der Feinschliff:

Mit dem gesammelten Feedback perfektionierst du dein Werk.
Du checkst Struktur, eliminierst Fehler, verbesserst die Lesbarkeit und kürzt spätestens jetzt alle unnötigen Füllwörter und Adjektive.

Kurz gesagt: Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Dein Sachbuch veröffentlichen: So geht’s weiter

Sobald dein Manuskript fertig ist, wird es spannend: Die Veröffentlichung und Vermarktung deines Buches stehen an.

Doch zuerst musst du eine Frage klären: Willst du dein Buch über den traditionellen Verlagsweg veröffentlichen oder via Selfpublishing?

Schritt 8: Entscheide dich für einen Veröffentlichungsweg

Beide Optionen, Verlag und Selfpublishing, haben ihre Vor- und Nachteile:

Der traditionelle Verlag

Beim traditionellen Verlagsweg profitierst du von einem erfahrenen Team aus Designern, Illustratoren, Lektoren und Marketing-Profis.
Der Verlag übernimmt alles, was um das Manuskript herum anfällt: Titelseite, Klappentext, Lektorat, Positionierung und Vermarktung.

Der Nachteil?
Ganz klar das begrenzte Mitspracherecht. Denn der Verlag entscheidet darüber, wie und wo dein Buch veröffentlicht wird und wie es gestaltet wird.

Und: Dein Verlag kassiert die Einnahmen und du erhältst einen relativ geringen prozentualen Anteil davon, den ihr zuvor festgelegt habt.

Das Selfpublishing

Beim Selfpublishing veröffentlichst du dein Buch im Alleingang und stellst es auf digitalen Plattformen zur Verfügung; die bekannteste ist hier mit Abstand Amazon.

Das Selfpublishing gibt dir die volle kreative Kontrolle über dein Buch und auch die Möglichkeit, höhere Gewinne pro verkauftem Buch zu erzielen.

Der Nachteil hier?
Du musst dich selbst um Dinge wie Cover,  Klappentext, Lektorat und Marketing kümmern. In der Regel ist mit Selfpublishing daher erst einmal mit einem größeren Kapitaleinsatz zu rechnen, der sich aber schnell lohnt, wenn du mit Profis arbeitest.

Schritt 9: Marketing: Dein Sachbuch mit den Lesern zusammenbringen

Ohne Marketing dein Buch in die Hände der Leser bekommen?
Undenkbar!

Egal, ob durch einen Verlag oder auf eigene Faust im Selfpublishing: Dein Buch schreit nach Marketing.
Marketing ist ein Muss.
Denn ohne bleibt dein Meisterwerk für deine Leserschaft unsichtbar.

Entscheidest du dich für einen Verlag, übernimmt der das Marketing für dich.

Beim Selfpublishing?
Da bist du der Herr der Lage.

Was du tun kannst – egal, wie du veröffentlichst:

  • Online-Marketing: Nutze soziale Medien, Blogs, Podcasts oder andere digitale Kanäle, um auf dein Buch aufmerksam zu machen.
  • Pressearbeit: Schicke Pressemitteilungen an verschiedene Printmedien und bitte um eine Veröffentlichung. Du kannst auch Buchvorstellungen und Lesungen an Orten organisieren, wo sich viele Leser deiner Zielgruppe aufhalten.
  • Netzwerken: Verbinde dich mit anderen Autoren und Branchenexperten. Dies kann dir neue Türen und Vermarktungschancen schaffen. Und vor allem: gute Mundpropaganda. Unterschätze diese Chance nicht.

Schritt 10: Such dir Hilfe, wenn du nicht weiterkommst

Der letzte Schritt?
Ist mehr ein Tipp: Hol dir Hilfe, wenn du feststeckst.

Keine kann alles wissen.
Und keiner sollte alles wissen.

Ob Lektorat, Coverdesign oder Marketing-Support: Externe Hilfe kann den Unterschied zwischen einem guten und einem sensationellen Buch ausmachen.

Außerdem wimmelt es inzwischen nur so von nützlichen Software- oder Online-Tools, die dir beim Gestalten, Schreiben und Überarbeitung deines Sachbuchs unter die Arme greifen:

  • Schreibsoftware: Programme wie Scrivener, Papyrus Autor oder Word bieten spezielle Funktionen für Autoren, die das Organisieren von Rechercheinformationen, das Entwerfen von Gliederungen und das Formatieren von Texten erleichtern.
  • Recherche-Tools: Online-Datenbanken und Bibliotheken (wie Wikipedia helfen dir ungemein bei der Recherche für dein Buch. Nutze sie, kopiere aber die Inhalte auf keinen Fall einfach heraus.
  • Rechtschreib-Tools: Rechtschreib-Tools wie der Duden Online oder LanguageTool helfen dir dabei, deinen Text auf Grammatik, Rechtschreibung und Stil hin zu überprüfen. Hinterfrage die vorgeschlagenen Änderungen jedoch kritisch und nimm nicht alle Verbesserungsvorschläge blind an. Am Ende handelt es sich auch hier nur um ein Programm, das nicht immer den Kontext eines Textes richtig versteht.

Fazit: Schreib dein Sachbuch – mit diesen 10 Schritten

Diese 10 Schritte erleichtern dir das Schreiben deines Sachbuchs. Denk dran: Je mehr Zeit du in die Vorbereitungen investierst, desto mehr Zeit (und Frust) sparst du dir beim späteren Schreibprozess.

Das sind alle 10 Schritte im Überblick:

Schritt 1: Kläre dein Warum – Warum willst du ein Sachbuch schreiben?

Schritt 2: Kläre weitere Fragen

Schritt 3: Grenze dein Thema ein

Schritt 4: Recherche für dein Sachbuch

Schritt 5: Die Gliederung: Strukturiere die Inhalte deines Sachbuchs

Schritt 6: Schreiben. Und zwar Quick & Dirty.

Schritt 7: Die Überarbeitung

Schritt 8: Entscheide dich für einen Veröffentlichungsweg

Schritt 9: Marketing: Dein Sachbuch mit den Lesern zusammenbringen

Schritt 10: Suche dir Hilfe, wenn du nicht weiterkommst

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