Was verdient ein Autor? Der Wert eines Buches für dein Business

Wenn du schon mal darüber nachgedacht hast, ein Buch zu schreiben, dann hast du dir auch ganz sicher schon einmal diese Frage gestellt: Was verdient ein Autor?

Die Frage ist spannend.
Weil es bei der Antwort nicht nur um Kohle geht. – Klar, Geld zu verdienen ist wichtig.
Aber beim Schreiben eines Buches geht’s um mehr. Vor allem für Unternehmer und Unternehmerinnen.

Deshalb: lass uns einen ausgiebigen Blick darauf werfen, wie viel Geld Buchautoren so verdienen und welche Faktoren eine Rolle spielen. Und auch einen Blick auf das, was wir darüber hinaus noch verdienen.

Was verdient ein Autor? Der Wert eines Buches für dein Business

Was verdient ein angestellter Autor in Deutschland?

Angenommen, du willst als fest angestellter Autor deine Brötchen verdienen. – Ja, das ist möglich.

Autoren verdienen durchschnittlich 43.200 € in Deutschland, was einem Monatsgehalt von etwa 3.600 € entspricht.

Aber wie so oft, wenn’s um Gehälter geht, gibt es auch hier eine Spanne. Die Gehälter schwanken nämlich auch bei Autoren ordentlich: nämlich zwischen 35.300 € und 51.700 € pro Jahr.

Denn: Wo du lebst und arbeitest, macht einen großen Unterschied. Die meisten Jobangebote für Autoren gibt es in den großen Kreativ-Hubs in Deutschland: Berlin, Hamburg, München.

Dort pulsiert das Leben, dort sitzen die großen Kreativ-Agenturen. Heißt: Dort ist die Chance auf einen guten Verdienst und spannende Projekte am größten.

Was verdient ein Autor auf Honorarbasis in Deutschland?

Bist du hingegen auf Honorarbasis tätig, also als Autor mit einem Verlagsvertrag, sieht’s schon ganz anders aus.
Denn hier schwankt dein Verdienst gewaltig.
Der Grund ist klar: Du verdienst nur dann, wenn sich deine Bücher verkaufen.

Du wirst am Verkaufserfolg deiner Bücher beteiligt.
Heißt: Du bekommst einen bestimmten Prozentsatz vom Verkaufspreis jedes verkauften Exemplars.

Aber Achtung, hier gibt es zwei verschiedene Berechnungsgrundlagen, die du kennen solltest: den Nettoerlös und den Nettoladenpreis.

  • Nettoerlös: Das ist der Betrag, der übrig bleibt, nachdem alle Rabatte, Nachlässe und Gutschriften abgezogen wurden. Er kann stark variieren, je nachdem, welche Vereinbarungen der Verlag getroffen hat.
  • Nettoladenpreis: Das ist der Verkaufspreis des Buches minus der Mehrwertsteuer. Hier weißt du genauer, woran du bist, weil dieser Betrag stabiler ist.

Für Taschenbücher liegt das Honorar meist zwischen 6 und 10 % vom Nettoerlös oder 7–8 % vom Nettoladenpreis.
Bei E-Books kannst du oft zwischen 20 und 30 % vom Nettoerlös erwarten, weil hier die Herstellungskosten niedriger sind.

Hier ist eine Beispielrechnung:

  • Taschenbuch: Verkaufspreis 10 €, Nettoladenpreis 9,35 €. Bei einem Honorar von 7% bekommst du 65 Cent pro verkauftes Exemplar. Wenn dein Buch 5.000-mal verkauft wird, sind das 3.272,50 €.
  • E-Book: Verkaufspreis 8,99 €, Nettoladenpreis 8,40 €. Mit einem Honorar von 25% bekommst du 2,10 € pro verkauftem Exemplar. Verkauft es sich 1.500-mal, hast du 3.150 € verdient. (Ähnlich wie bei 5.000 Taschenbüchern.)

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass dein Buch ein richtiger Bestseller wird. Wenn du 10.000 Exemplare eines Taschenbuchs verkaufst, reden wir schon von 7.200 € bei einem 7%-Honorar. Bei E-Books kann das schnell noch mehr werden, wenn die Verkaufszahlen stimmen.

Nun gut, wie aber kannst du deinen Verdienst durch deine Bücher beeinflussen?

Hier sind ein paar Faktoren, die dafür maßgeblich sind:

Die Art des Buches

Welche Art von Buch schreibst du? Romane, Sachbücher, Fachbücher oder Kinderbücher haben unterschiedliche Zielgruppen und Verkaufszahlen.

Ein spannender Krimi oder ein Liebesroman kann richtig durch die Decke gehen, während ein Sachbuch vielleicht nur eine kleine Nische bedient.

Je nachdem, welches Genre du als Autor bedienst, kann dein Verdienst also stark variieren, denn es gibt durchaus Genres, die die breite Masse ansprechen.

Verkaufszahlen

Klar, die Verkaufszahlen sind natürlich wichtig. Denn: Je mehr Bücher du verkaufst, desto mehr Geld kommt rein. – Logisch.

Ein Buch, das sich 5.000-mal verkauft, bringt dir weniger ein als ein Bestseller mit mindestens 50.000 verkauften Exemplaren.

Bei vielen Verlagen steigt dein prozentualer Anteil, wenn die Verkaufszahlen steigen.

Womöglich bekommst du bei 20.000 verkauften Büchern 6 % Honorar, ab 50.000 Büchern dann aber schon 7 %.

Buchformat

Ja, auch das Buchformat macht einen Unterschied, wie viel du verdienst:

  • Taschenbuch: Klassisch und weitverbreitet. Autoren bekommen hier meistens zwischen 6 und 10 % vom Nettoerlös.
  • Hardcover: Teurer im Laden, bringen dir oft 8–10% vom Nettoerlös.
  • E-Book: Hier fallen die Herstellungskosten weg, und du kannst zwischen 20 und 30% vom Nettoerlös einstreichen.
  • Hörbuch: ein wachsender Markt. Die Honorare können variieren, aber du kannst hier ebenfalls einen guten Schnitt machen, besonders wenn das Hörbuch gut läuft.

Literaturagenten

Eine wichtige Entscheidung, die du als Autor treffen kannst, ist die, ob du mit einer Literaturagentur zusammenarbeitest.

Warum?
Ganz einfach: Literaturagenturen können den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem richtig guten Vertrag ausmachen. Gerade wenn du Neuling bist und keine Erfahrung im Umgang mit Verlagen hast, kann sich eine Agentur lohnen.

Der Vorteil ist, dass du auf das Know-How und die Erfahrung der Agentur zurückgreifen kannst und dich nicht als Einzelkämpfer durchschlagen musst.

Außerdem haben gute Literaturagenturen Kontakte zu bedeutenden Verlagen. Die Chance, dass du dein Buch in einem Verlag platzieren kannst, ist deutlich erhöht, wenn eine Agentur dein Buch annimmt.

Natürlich arbeitet so eine Agentur nicht umsonst.
Sie verlangen eine Provision von deinem Verdienst, der in der Regel zwischen 15 und 20 % deines Verdienstes beträgt.

Das klingt erst einmal nach viel, aber oft kommst du so an bessere Verträge und höhere Honoraranteile. Auch wenn du einen Teil deines Verdienstes abgeben musst: letztlich könnte dein Nettoverdienst mit einer Agentur höher ausfallen.

Vorschüsse

Ein finanzielles Highlight bei der Arbeit mit Verlagen ist der Vorschuss, den du als Autor vom Verlag erhältst.

Es ist eine Vorauszahlung auf dein künftiges Honorar, wird aber später mit deinem Verdienst wieder verrechnet.

Hier gibt es große Unterschiede, abhängig von der Verlagsgröße:

  • Kleine Verlage: Vorschüsse zwischen 1.000 und 3.000 €, manchmal auch mehr.
  • Mittelgroße Verlage: typischerweise zwischen 1.000 und 7.000 €.
  • Große Verlage: Vorschüsse ab 2.000 € bis zu 10.000 € oder mehr, je nach erwartetem Verkaufserfolg.

Die Auszahlung erfolgt oft in Etappen: 25 % bei Vertragsabschluss, 25 % bei Abgabe des Manuskripts und die restlichen 50 % bei Erscheinen des Buches.

Und das Beste: In der Regel musst du den Vorschuss nicht zurückzahlen, selbst wenn sich das Buch nicht so häufig verkauft, wie erhofft. Der Verlag trägt hier das Risiko.

Du siehst: Es gibt viele Stellschrauben, an denen du drehen kannst. Deine Entscheidungen – sei es das Genre, die Art der Veröffentlichung oder das Format deines Buches – haben einen Einfluss auf dein Einkommen als Autor.

Was verdient ein Autor im Selfpublishing?

Jetzt wird’s spannend: Was verdient eigentlich ein Autor, der weder fest angestellt noch für einen Verlag arbeitet?

Beim Selfpublishing behältst du einen größeren Anteil der Einnahmen, oft 70 % oder mehr. Aber hier musst du auch alles selbst stemmen: Lektorat, Cover-Design, Marketing und Vertrieb.

Heißt: Du musst erst mal in Vorkasse gehen. Die Druckkosten und Herstellungskosten können ins Gewicht fallen, besonders bei Printbüchern.

Und auch hier: dein Verdienst ist abhängig davon, was für ein Buch du schreibst und für welchen Preis du es verkaufst.

Umfangreiche Bücher oder Hardcover sind in der Herstellung teurer als dünne Taschenbücher; je mehr Seiten bedruckt werden, desto höher fällt deine Rechnung aus. Dasselbe, wenn du Farbfotos oder Illustrationen mitdrucken lässt, was nicht selten bei Kinderbüchern, Fach- oder Sachbüchern der Fall ist.

Den Preis für ein Buch kannst du in der Regel aber nicht von der Seitenzahl abhängig machen. Viele Leser sind nicht bereit, mehr als 20 € für ein Buch zu bezahlen, primär dann, wenn sie dich noch gar nicht kennen.

Du musst also gut kalkulieren, wenn du deine Bücher im Selfpublishing vertreibst.

Floppt dein Buch, bleibst du auf den Kosten sitzen.

Laut einer Umfrage der Selfpublisherbibel verdienen 50 % der Selfpublisher weniger als 30 € monatlich. Das ist natürlich erst einmal ernüchternd.

Wird dein Buch hingegen ein Erfolg, stehen dir hier alle Verdient-Türen offen:

Etwa 10 % der Selfpublisher verdienen 2.000 € oder mehr pro Monat. Diese Autoren haben in der Regel bereits mehrere Bücher veröffentlicht und einen hervorragenden Marketingapparat am Laufen.

Selfpublishing bietet also große Chancen, wenn du die Möglichkeit hast, Geld zu investieren.

5 Gründe, warum ein Buch für dein Business mehr verdient als Geld

Lass uns Klartext reden: Gerade für Unternehmer und Unternehmerinnen gibt es Fakten, die du nicht übersehen solltest.

Die sind jetzt dran.
Und: sie sind wesentlich wichtiger als die ganze Kohle.

Als Autoren-Coach kenne ich die Gründe, warum vor allem Unternehmer und Unternehmerinnen Bücher schreiben.
Ich kenne die Gründe, die ausgesprochen werden.
Und die, die nicht ausgesprochen werden.

Wissenserweiterung

Die meisten Unternehmer, die zu mir kommen, glauben, dass sie alles über ihr Fachgebiet wissen. Doch dann beschäftigen sie sich intensiver mit den Inhalten ihres Buches, führen Recherchen durch, tauchen nochmal tief in ihr Themengebiet ab und stellen fest: Uff, ich bin out of date. Da hat sich doch was geändert.

Das ist nicht schlimm. Sondern gewollt.
Denn: Nur so wachsen Profis.

Auch das bedeutet es, wenn du ein Buch schreibst: dein Wissen verifizieren, vertiefen.
Es auf Aktualität und Nachhaltigkeit prüfen.
Ohne Rücksicht aufs Ego.

Persönliche Weiterentwicklung

Schreiben ist ein Wachstumstool.

Du lernst nicht nur, besser zu schreiben. – Oder dein Wissen in Worten zu verpacken.
Nein, du lernst auch, wie man organisiert, sich strukturiert und die Arschbacken zusammenkneift.
Du lernst, wie wichtig es ist, weiterzumachen, wenn sich innerer Widerstand regt.

Es ist eine verdammt harte Reise.
Du wächst nicht nur als Autor, sondern auch als Mensch.

Am Ende hast du etwas in der Hand, auf was du verdammt stolz sein kannst.
Ein Leben lang.

Positionierung als Experte

Dein Buch ist das ultimative Marketinginstrument: Sobald es ein Buch mit deinem Namen darauf im Handel gibt, bist du ein Experte auf deinem Gebiet.
Punkt.

Du steigerst damit deine Sichtbarkeit und baust deine Marke auf.

Kollegen, Konkurrenz, Kunden und vor allem deine Zielgruppe (also potenzielle Kunden) werden dich anders wahrnehmen.

Dein Buch wird zu einer Visitenkarte, die dir dort Türen öffnet, wo du zuvor noch gegen Mauern gelaufen bist.

Klarheit über deine Produkt- und Dienstleistungsplatzierung

Du wirst beim Schreiben feststellen, dass du dein eigenes Angebot viel klarer und viel schärfer siehst als zuvor.

Du reflektierst deine Produkte oder deine Dienstleistungen und bekommst ein besseres Gefühl dafür, wer du bist, was du anbietest und wie du es für deine Zielgruppe noch besser machen kannst.

Dein Buch hilft dir also, dein ganzes Business zu reflektieren und es besser zu machen.

Die wichtigste Frage, die du dir stellen solltest …

… lautet nicht: Was verdient ein Autor?

Sondern: Wie viele Kunden müssen über mein Buch kommen, dass sich die Investition gelohnt hat?

Das macht die ganze Frage nach den Verdienstmöglichkeiten mit deinem Buch zweitrangig.
Oder gar vollkommen unwichtig.

Denn für dich als Unternehmer oder Unternehmerin geht’s um viel mehr:

  • Kundengewinnung
  • Klarheit
  • Expertenpositionierung
  • Persönliches Wachstum
  • Wissenserweiterung

Und am Ende noch das hier:

Ein Buch zu Schreiben macht was mit deinem Ego.
Wir alle streben nach Bedeutung.
Wir alle wollen gesehen werden.
Und genau das macht dein Buch für dich.

Fragst du dich an dieser Stelle, wie du selbst ein richtig gutes Buch schreiben kannst? Klicke hier und lies dir meinen Leitfaden für Autoren durch.

Fazit: Was ein Autor verdient …

… schwankt zwischen null Euro im Monat bis zu mehreren tausend Euro pro Monat.

Dabei sind die Art des Buches und die Form der Veröffentlichung entscheidende Faktoren, mit denen du dich auseinandersetzen solltest.

Nur wenige schaffen es, allein vom Schreiben zu leben. Für die meisten Autoren ist das heutzutage aber auch gar nicht mehr das Thema.

Gerade für Unternehmer und Unternehmerinnen geht’s um viel mehr: Hier ist dein Buch das Tool. Es hilft dir, Wissen zu vertiefen, deine Marke zu stärken, dich als Experte zu positionieren, persönlich zu wachsen, dir Klarheit über deine Produkte oder Dienstleistungen zu verschaffen – und am Ende geht’s auch um dein Ego.

Der finanzielle Erfolg mag nicht sofort sichtbar sein, aber die langfristigen Benefits sind enorm.

Lass uns gemeinsam herausfinden, wie dein Buch dein Business unterstützen kann.

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