Für Sachbuchautoren, die das Buchprojekt nicht mehr allein tragen wollen · Austausch unter Gleichen statt Zuspruch im privaten Umfeld

Austausch unter Sachbuchautoren.

Wer ein Sachbuch schreibt, kennt das: Die Partnerin nickt freundlich, die beste Freundin sagt „klingt spannend", der Steuerberater fragt, ob sich das überhaupt rechnet. Was fehlt, sind die Stimmen, die das Buchprojekt von innen kennen. Diese Seite zeigt, was Austausch unter Sachbuchautoren tatsächlich leistet, was Familie und Freunde nicht ersetzen können, die vier Formate vom 1:1-Buddy bis zur offenen Community und den Punkt, ab dem ein gemeinsames Tempo schneller trägt als das eigene Zerdenken.

Markus Coenen, Autorencoach und Verleger

Was „Austausch unter Sachbuchautoren" tatsächlich heißt

Austausch unter Sachbuchautoren heißt: regelmäßiger Kontakt zu Menschen, die gerade selbst ein Sachbuch schreiben oder eines geschrieben haben. Nicht im Sinne von „auch mal jemanden treffen, der ein Buch macht", sondern als verbindliche Praxis: feste Termine, geteilte Fragen, ehrliche Resonanz auf Manuskript-Auszüge, Marketing-Versuche und die kleinen täglichen Selbstzweifel-Schleifen, die niemand sonst versteht.

Die meisten Sachbuchautoren laufen ihr Buchprojekt allein. Sie schreiben am Wochenende, lesen sich in Marketing-Ratgeber ein, hören Podcasts auf der Autobahn und drehen ihre Fragen abends im eigenen Kopf. Wer Glück hat, hat eine Lektorin und vielleicht einen Coach. Was fehlt, ist die Seitenlinie der Mitstreitenden, also der Menschen, die gerade durch den gleichen Tunnel gehen.

Ich habe seit 2010 über 250 Sachbuchprojekte begleitet. Eines der häufigsten Muster, das ich sehe: Autorinnen und Autoren, die fachlich brillant sind und an der Einsamkeit des Buchprojekts hängenbleiben. Nicht am Manuskript. An der fehlenden Resonanz. Das Buchprojekt zieht sich von neun Monaten auf zwanzig, weil niemand da ist, der die Frage von gestern weiterträgt. Wäre es nicht besser, wenn du diese Resonanz hättest, ohne sie dir jedes Mal aus Familie und Freundeskreis abringen zu müssen?

Was der Austausch unter Sachbuchautoren konkret leistet

Vier Substanz-Ebenen, die du im privaten Umfeld nicht bekommst. Nicht weil deine Liebsten dich nicht ernst nehmen, sondern weil sie das Buchprojekt nicht von innen kennen. Genau das macht den Unterschied.

1. Marktrealismus statt Romantik

Wer noch nie ein Sachbuch verkauft hat, hat ein bestimmtes Bild davon, wie das läuft. Auflage zehntausend, Spiegel-Liste, Vorträge im Anschluss. Die Realität sieht anders aus, und die Zahlen kennt fast niemand öffentlich. Im Austausch mit anderen Sachbuchautoren erfährst du, was tatsächlich verkauft, welche Auflagen normal sind, wie der zweite und dritte Vertriebskanal aussieht und warum das Ratgeber-Buch deiner Bekannten 4.000 Mal gegangen ist und nicht 40.000. Diese Zahlen erden, ohne zu entmutigen. Sie sind die Basis für eine ehrliche Erwartung an das eigene Projekt.

2. Marketing-Substanz statt Marketing-Theorie

LinkedIn-Algorithmus-Tipps, Podcast-Pitch-Vorlagen, Newsletter-Welcome-Sequenzen. Es gibt unendlich viel Theorie. Was funktioniert, ist eine Frage der Praxis. Im Austausch mit anderen Sachbuchautoren hörst du, was bei jemandem mit vergleichbarer Position tatsächlich gelaufen ist. Welcher Pitch hat dieses Jahr in welchen Podcast geführt. Welches LinkedIn-Format hat eine Autorin in einem ähnlichen Feld auf zwölftausend Follower gebracht. Welcher Buchhandel hat mitgemacht und mit welcher Ansprache. Das ersetzt keine Strategie, aber es füllt die Strategie mit Substanz.

3. Manuskript-Ehrlichkeit statt höfliche Lobeshymnen

Wer dir nahesteht, sagt dir nicht, dass dein Einstiegskapitel langweilig ist. Er liest die ersten Seiten, sagt „liest sich gut" und ist froh, dass er dich nicht enttäuschen muss. Andere Sachbuchautoren lesen anders. Sie wissen, was ein Sachbuch-Einstieg leisten muss. Sie sehen, wann ein Kapitel auf dem Konzept stehen bleibt und nicht ins Konkrete kommt. Sie sehen die Stellen, an denen du dich versteckst. Und sie können das sagen, weil sie wissen, dass es Liebe ist, nicht Häme. Das ist die Art von Resonanz, die ein Manuskript nach vorne bringt.

4. Buch-spezifische Sorgen statt allgemeines „du schaffst das"

Die Selbstzweifel-Schleifen eines Sachbuchprojekts sind sehr spezifisch. Die Angst, dass die eigene Methode nicht originell genug ist. Die Sorge, dass jemand das Buch zwei Wochen vor dem Launch in besser veröffentlicht. Die Frage, ob man sich mit Kapitel sieben wieder auf dem Holzweg befindet. Wer das von außen hört, sagt „mach dir keinen Stress". Wer es selbst gerade durchläuft, sagt: „Bei mir war es Kapitel neun, ich habe es dreimal neu geschrieben, hier ist, was geholfen hat." Das ist die Sorte Antwort, die wirklich trägt.

5. Tempo, das nicht das eigene ist

Allein hat man genau ein Tempo: das eigene. Mit anderen Sachbuchautoren hast du plötzlich vier oder fünf Tempos, an denen du dich orientieren kannst. Eine schreibt schon das dritte Buch, einer ist gerade bei der Verlags-Anfrage, die nächste hat ihren Launch hinter sich, der nächste steht vor der Positionierungs-Entscheidung. Diese Vielfalt zeigt dir, wo du gerade stehst und wohin du als nächstes gehst. Sie macht das eigene Tempo greifbar. Und sie zeigt dir, dass dein Stand nicht zu langsam oder zu schnell ist, sondern einer von vielen.

Diese fünf Ebenen sind kein „Nice to have". Sie sind die Substanz, die ein Sachbuchprojekt unterscheidet von einer einsamen Strecke. Wäre es nicht besser, wenn du dich nicht jede Frage allein zerdenken müsstest, sondern sie morgen früh jemandem stellen könntest, der sie versteht?

Wenn der Austausch verbindlich werden soll

Andere Sachbuchautoren auf deinem Tempo

Wäre es nicht besser, wenn du dich mit anderen austauschen könntest, die das gleiche Buchprojekt-Tempo haben wie du? Die Autoren-Lounge bündelt feste Live-Termine, eine geschlossene Community ausschließlich für Sachbuchautoren und Mastermind-Sessions in kleinen Gruppen. Plus Markus Coenen als Anker für die handwerklichen Substanz-Fragen.

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Die vier Austausch-Formate, die in der Praxis tragen

Nicht jedes Format passt zu jedem Buchprojekt-Stand. Diese vier kennst du im Idealfall alle, weil sie verschiedene Bedürfnisse decken. Welches gerade trägt, hängt davon ab, was du heute brauchst.

Der 1:1-Buddy. Eine feste Schreib-Partnerschaft mit einer anderen Sachbuchautorin auf ähnlichem Stand. Ihr telefoniert wöchentlich oder zweiwöchentlich, tauscht Kapitel, sprecht über Hürden, feiert Fortschritte. Vorteil: Tiefe und Verlässlichkeit. Ihr kennt das Projekt der anderen Person nach drei Monaten so gut, dass die Fragen präzise werden. Nachteil: Wenn das Tempo auseinanderläuft oder die andere Person plötzlich keine Zeit mehr hat, fehlt das Sicherheitsnetz. Tragfähig, wenn ihr beide ähnlich verbindlich seid.

Die Mastermind. Eine geschlossene Gruppe von drei bis sechs Sachbuchautoren, die sich verbindlich trifft. Monatlich, zweiwöchentlich, alle zwei Monate, je nach Phase. Jede Runde hat eine Struktur: Wer hat welchen Stand, wer braucht Resonanz auf was, wer hat einen Engpass. Vorteil: mehr Stimmen als beim 1:1, immer noch Tiefe, dazu Verbindlichkeit. Nachteil: Wenn die Gruppe von Anfang an nicht stimmt (verschiedene Buchprojekt-Tempos, verschiedene Genres, verschiedene Erwartungen), wird sie zur Pflichtveranstaltung. Auswahl ist alles.

Die offene Community. Ein Raum mit vielen Stimmen, in dem du Fragen stellen kannst und Antworten bekommst, ohne dass du dich verpflichtest. Eine spezialisierte Plattform, eine geschützte Gruppe, ein moderiertes Forum. Vorteil: Vielfalt der Stimmen, schnelle Antworten, Zugang zu Erfahrung weit über deine eigene Phase hinaus. Nachteil: Ohne Verbindlichkeit bleibt es oft beim Scrollen. Und ohne Moderation rutscht es ins Selbstdarstellungs-Theater. Tragfähig, wenn die Community klar moderiert ist und einen erkennbaren Fokus hat.

Der Live-Anker. Regelmäßige Live-Termine mit echten Menschen am Bildschirm. Eine wöchentliche Sprechstunde, ein monatlicher Themenabend, ein Quartals-Treffen in Präsenz. Vorteil: Verbindlichkeit über die reine Online-Verbindung hinaus. Du siehst Gesichter, du hörst Stimmen, du merkst, dass du nicht allein bist. Nachteil: Logistik, Zeitaufwand, manchmal Termine, die nicht passen. Tragfähig, wenn der Veranstalter Substanz mitbringt und die Termine nicht zum Selbstzweck werden.

Die meisten Sachbuchautoren brauchen eine Kombination aus zweien oder dreien dieser Formate. Wer alle vier kombiniert, ist meistens in einem strukturierten Programm. Wer keines hat, schreibt das Buchprojekt allein und merkt erst nach achtzehn Monaten, was ihm gefehlt hat.

Wann welches Format trägt

Eine grobe Orientierung, welches Format zu welcher Buchprojekt-Phase passt. Keine Regel, sondern eine Faustformel aus der Praxis.

Wer ehrlich auf sein Buchprojekt schaut, weiß meist, in welcher Phase er gerade steht und welches Format ihm fehlt. Die häufigste Falle: zu lange im falschen Format bleiben, weil es einmal gut war. Eine Mastermind, die in der Konzept-Phase trug, kann in der Launch-Phase nicht mehr leisten, was du brauchst. Das ist kein Versagen der Gruppe, das ist eine Frage der Phase.

Die häufigsten Fehler beim Suchen nach Austausch

Vier Muster, die ich in der Praxis besonders oft sehe. Sie kosten Monate, manchmal Jahre. Wer sie kennt, kommt schneller in einen Austausch, der wirklich trägt.

Diese vier Muster sind keine Charakterfehler. Sie sind Stolpersteine, die jeder einmal trifft. Wer sie kennt, geht beim nächsten Versuch zielgerichteter ran.

Womit ich arbeite

250+
begleitete Sachbuchprojekte
15 Jahre
Coaching für Sachbuchautoren
1 Verlag
eigener Verlag (yessyess-verlag.de)

„Ich habe zehn Bücher geschrieben und bin SPIEGEL-Bestseller-Autor. Markus zeigt, wie viel schärfer ein Buch wird, wenn jemand die richtigen Fragen stellt. Er macht aus einer sperrigen These einen klaren Gedanken. Dazu kommt ein Prozess, bei dem man sicher sein kann, dass er einen klaren Plan hat. Wer ein Buch im Kopf hat, es aber nicht aufs Papier bekommt, ist bei ihm richtig.“

Nickolas Emrich
Nickolas Emrich
SPIEGEL-Bestseller-Autor, Franchise-Experte, Wirtschaftsjurist, Mediator

„Er gehört zu den wenigen Menschen, die ihren Job mit Leidenschaft und Herzblut machen. Er hat das zentralste Anliegen meines Buchprojekts verstanden, noch bevor ich es selber formulieren konnte. Das hat mich so stark motiviert, dass ich mittlerweile 2 Bücher verfasst habe und nun das 3. in Angriff nehme – innerhalb von nur 3 Monaten! Markus Coenen ist für mich eine der wirklich seltenen lebensverändernden Begegnungen.“

Dominik F. Rollé
Dominik F. Rollé
CEO von LebensRaum – Feng Shui & Coaching

„Markus hat mich durch das Schreiben meines ersten Sachbuch-Projekts begleitet und ich kann mir kaum eine bessere Begleitung vorstellen. Sein Feedback ist pointiert und ehrlich, klar in der Sache, ohne dass der Mut zum Schreiben darunter leidet. Er kennt die Verlags- und Buchwelt von innen und hat mir geholfen, souverän darin zu navigieren, statt in die typischen Fallen zu tappen. Wer ein Buch ernsthaft auf den Weg bringen will und eine Begleitung sucht, die fachlich klar und zugleich zutiefst motivierend ist, ist bei ihm goldrichtig.“

Sonja Rezaii, MBA
Sonja Rezaii, MBA
Begleitet Führungsteams bei Nachfolge, Transformation, Fusion

Häufige Fragen

Bevor du den nächsten Schritt machst.

Warum reicht Austausch mit Familie und Freunden nicht aus, wenn man ein Sachbuch schreibt?

Weil Familie und Freunde dich lieben, aber das Buchprojekt nicht verstehen. Sie können nicht beurteilen, ob dein Kapitelaufbau trägt, ob dein Untertitel sticht, ob deine Marketing-Idee in der Sachbuch-Welt funktioniert oder warum du in Woche acht plötzlich nicht weiterkommst. Sie geben dir Zuspruch, der dir gut tut, aber kein Sparring, das dich weiterbringt. Wer mit Familie und Freunden über das Buchprojekt spricht, bekommt Ermutigung. Wer mit anderen Sachbuchautoren spricht, bekommt Antworten.

Was bringt der Austausch unter Sachbuchautoren konkret?

Vier Dinge, die du allein und im privaten Umfeld nicht bekommst: Marktrealismus (wie verkauft sich ein Sachbuch wirklich, jenseits der Bestseller-Erzählungen), Marketing-Substanz (was funktioniert auf LinkedIn, in Podcasts, im Buchhandel, was nur theoretisch), Manuskript-Ehrlichkeit (jemand, der wirklich liest und nicht nur lobt, weil er dich mag) und Buch-spezifische Sorgen (die Selbstzweifel-Schleifen, die nur jemand kennt, der selbst gerade Kapitel sieben fürchtet). Das vierte ist oft das wichtigste.

Welche Austausch-Formate gibt es für Sachbuchautoren?

Vier tragfähige Formate: Erstens der 1:1-Buddy, eine feste Schreib-Partnerschaft mit einer anderen Autorin auf ähnlichem Stand. Zweitens die Mastermind, eine geschlossene Gruppe von drei bis sechs, die sich verbindlich trifft. Drittens die offene Community, ein Raum mit vielen Stimmen, in dem man Fragen stellt und antwortet, ohne Verbindlichkeit. Viertens der Live-Anker, regelmäßige Termine mit echten Menschen am Bildschirm, an denen man sich auch festhalten kann. Welches trägt, hängt davon ab, was du gerade brauchst: Tempo, Tiefe, Vielfalt oder Verlässlichkeit.

Was unterscheidet eine Autoren-Community von einer Facebook-Gruppe für Selfpublisher?

Drei Dinge: Spezifität, Qualität und Verbindlichkeit. Eine Facebook-Gruppe für Selfpublisher umfasst Romane, Krimis, Erotikserien, Kinderbücher und gelegentlich ein Sachbuch. Die Fragen sind so breit, dass die Antworten dünn bleiben. Eine Autoren-Community speziell für Sachbuchautoren teilt das gleiche Handwerk: Manuskript-Architektur statt Plot, Positionierung statt Genre, Expertise statt Erzählstimme. Dazu kommt die Qualität der Stimmen, die durch eine Eintritts-Schwelle gefiltert sind, und die Verbindlichkeit von Live-Terminen statt Doomscroll-Threads.

Wann brauche ich keinen Austausch, sondern jemanden, der das schon hundertmal gemacht hat?

Wenn du grundsätzliche Entscheidungen triffst, die das ganze Buchprojekt prägen. Positionierungs-Klärung, Verlags-Wahl, Vertrags-Verhandlung, Launch-Strategie. Da ist der Austausch unter Gleichen wertvoll für Resonanz, aber er ersetzt keinen Sparring-Partner mit Erfahrung. Faustregel: Wenn du in Substanz-Fragen drei kluge Meinungen bekommst, die in drei verschiedene Richtungen zeigen, brauchst du jemanden, der entscheidet, welcher Weg in deinem konkreten Fall trägt. Austausch und Sparring sind keine Konkurrenz, sondern zwei verschiedene Werkzeuge.

Wofür ist die Autoren-Lounge gut?

Die Autoren-Lounge ist der Raum, in dem alle vier Austausch-Formate ineinandergreifen: feste Live-Termine als Anker, eine geschlossene Community mit echten Sachbuchautoren statt Selfpublisher-Querschnitt, Mastermind-Sessions in kleinen Gruppen und die Möglichkeit, sich für 1:1-Buddyschaften zusammenzutun. Dazu kommt Markus Coenen als Anker, der die handwerklichen Substanz-Fragen mitbeantwortet. Wer wissen will, ob die Lounge zum eigenen Buchprojekt-Tempo passt, schaut sich die Seite an und entscheidet.

Austausch statt Einsamkeit am Schreibtisch

Hör auf, das Buchprojekt allein zu zerdenken. Trag es mit anderen, die wissen, wie es sich anfühlt.

Die fünf Minuten, in denen jemand sagt „bei mir war es genauso, hier ist, was geholfen hat", ersparen dir manchmal Wochen. Wer im stillen Kämmerlein bleibt, kämpft jeden Kampf zweimal: einmal in der Sache, einmal in der Bestätigung, dass er allein ist. Wer Austausch hat, kämpft nur in der Sache.