Ich habe nicht früh entschieden, Autorencoach zu werden. Es ergab sich. Ich war neugierig auf Menschen, die ein Buch in sich tragen — und auf die Frage, warum manche es zu Ende schreiben und andere nicht. Was ich nach einem Jahrzehnt verstanden hatte: Es liegt selten am Schreiben. Es liegt fast immer am Davor.
2003 fing ich an, Sachbuch-Autorinnen und -Autoren systematisch zu begleiten. Erst beim Konzept, dann beim Manuskript, dann beim Marketing. Ich habe gemerkt: Die meisten Buchprojekte scheitern nicht an Wissen oder Fleiß. Sie scheitern an Klarheit. An Positionierung. An der Frage „Für wen schreibe ich das eigentlich, und warum?"
Aus dieser Beobachtung entstand meine Methodik. Sie ist nicht akademisch. Sie ist destilliert aus über zweihundertfünfzig konkreten Buchprojekten — manchen Bestsellern, vielen Erstausgaben, einigen Reinfällen. Aus jedem habe ich etwas gelernt. Vor allem: Was wirklich funktioniert, ist nie das Spektakulärste. Es ist meist das, was niemand schreibt, weil es zu offensichtlich klingt.
Heute arbeite ich mit Unternehmern, Beratern, Expertinnen. Mit Menschen, die ein Buch nicht als Hobby schreiben, sondern weil es ihrer Arbeit eine andere Tiefe gibt. Mein Job ist es, sie über die Schwellen zu bringen, an denen die meisten kapitulieren. Genau dafür gibt es mich.