Drei Muster, die in jedem zweiten Audit auftauchen, das ich für Sachbücher mache. Keine Schande, sondern erkennbares Handwerk. Wer sie kennt, korrigiert sie in zwei Stunden und sieht im Verkauf den Unterschied.
Fehler 1: ein Fließtext-Block ohne Struktur. Sechs Absätze, kein Bullet, keine Zwischenüberschrift, keine Fettung. Auf dem Smartphone sieht das aus wie eine graue Wand. Die Käuferin scrollt zwei Daumenbreiten, sieht keine Andockstelle und scrollt weiter zur Konkurrenz. Lösung: visuelle Struktur. Zwischenüberschriften (mit fettem HTML-Tag), gefettete Schlüsselsätze, eine Bullet-Liste in der Mitte. Drei Atempausen für das Auge, kein Block über zehn Zeilen ohne Unterbrechung.
Fehler 2: Inhaltsverzeichnis-Stil statt Verkaufstext. „In diesem Buch erfährst du, wie du. Außerdem lernst du, wie. Zusätzlich wirst du verstehen, wie..." Das ist ein Inhaltsverzeichnis in Fließtext. Es beschreibt das Buch, nicht das Leben des Lesers. Lösung: aus jeder „In diesem Buch erfährst du"-Zeile wird ein „Du-Satz", der den Outcome benennt. „Du erkennst, welche drei Bullets in deiner Beschreibung fehlen" ist besser als „In diesem Buch erfährst du, was eine gute Beschreibung ausmacht."
Fehler 3: kein konkretes Versprechen, sondern eine Themen-Aufzählung. „Marketing, Sichtbarkeit, Erfolg, Bestseller" ist kein Versprechen, sondern eine Schlagwort-Wolke. Was der Käufer braucht, ist ein konkretes Versprechen, das er nach dem Lesen einlöst. „Am Ende dieses Buchs hast du einen umsetzbaren Marketing-Plan für die ersten zwölf Monate nach Launch" ist eines. Wer das Versprechen nicht in einem Satz formulieren kann, hat es noch nicht gefunden, nicht der Text ist zu kurz.
Diese drei Fehler decken 80 Prozent aller schwachen Buchbeschreibungen ab. Wer sie behebt, ist konkurrenzfähig. Wer zusätzlich die fünf Komponenten oben sauber baut, gehört zu den oberen 10 Prozent im Regal.