20 Minuten, kein Material außer einem leeren Blatt. Wer die drei Fragen ehrlich beantwortet, weiß, in welche Stufe das eigene Geld als nächstes gehört.
Frage 1: Ist meine Frage gut definiert oder noch unscharf? Wenn du in einem Satz benennen kannst, was du wissen willst (Beispiel: „Wie schneide ich meine Zielgruppe?"), kannst du es mit einer Anleitung allein lösen. Self-Help. Wenn du sagen müsstest „Irgendwas klemmt, ich weiß nicht genau was", ist die Frage noch nicht reif für Self-Help. Dann hilft ein Spiegel oder ein Sparring.
Frage 2: Brauche ich Wissen, Anbindung oder Diagnose? Wissen lebt in Self-Help: Bücher, Kurse, Anleitungen. Anbindung lebt in Community: Treffen, Verabredungen, Sparringspartner. Diagnose lebt in 1:1: jemand sieht, was du nicht siehst, und sagt es dir. Wer Diagnose braucht, aber Wissen kauft, sammelt Material. Wer Anbindung braucht, aber Diagnose bucht, bezahlt Beratung statt Disziplin.
Frage 3: Wie viel Zeit habe ich, und wie groß ist der Schmerz? Wenn der Schmerz klein und die Zeit groß ist, trägt Self-Help. Du arbeitest dich rein, du brauchst keinen Druck. Wenn der Schmerz wächst, aber die Zeit noch da ist, ist Community oft der Sweet Spot: kostet wenig, beschleunigt viel. Wenn der Schmerz groß und die Zeit knapp ist, kürzt 1:1 ab. Wer im Schmerz Self-Help kauft, kauft Verzögerung statt Lösung.
Diese drei Fragen sind keine Diagnose, sondern ein Richtungs-Signal. Wer ehrlich antwortet, hat eine klare Stufe vor sich. Wer alle drei mit „ich weiß nicht" beantwortet, hat seine Antwort schon: ein erstes klärendes Gespräch, in dem die Diagnose vor dem Werkzeug-Kauf steht.